1990 FAZIT
Der berufliche und private Schritt nach Freiburg, quasi ans andere Ende Deutschlands, war in dieser Zeit ein besonderer. Dazu muss man wissen, dass Freiburg bzw. Südbaden für Alle, die im Beruf vorwärts strebten, extrem schwierig war. Freiburg in dieser Zeit ist eine tröge Beamten und Universitätsstadt, kaum Industrie und kaum nennenswerte mittelständische Gewerbebetriebe, dazu noch von den großen Metropolen im Norden mehr als 100 Km getrennt. So nimmt es auch kein Wunder, dass sich Veränderungen kaum bemerkbar machen. Die Menschen neigen eher dem gemütlichen Essen und dem Wein zugetan. Und weil Freiburg schon lange eine Universität hat, lebt es sich extrem teuer. Dies hat Folgen. Das Stadtbild ist eher bescheiden geprägt und wer einen Nerzmantel ausführen möchte, hat hier keine Freunde. Das Naturell der Menschen strömt im Beruf und Alltag auch wenig Offenheit aus, ganz im Gegensatz zu dem Bild, was man Touristen vermitteln will. Das jedenfalls sind meine Eindrücke und als erfolgsverwöhnter Newcomer bedeuten die Folgen auch eine Ernüchterung.
Das Freiburger ZMF (Geschichte) war eines der jährlichen Highlights, auf das man sich freuen konnte.
Der berufliche und private Schritt nach Freiburg, quasi ans andere Ende Deutschlands, war in dieser Zeit ein besonderer. Dazu muss man wissen, dass Freiburg bzw. Südbaden für Alle, die im Beruf vorwärts strebten, extrem schwierig war. Freiburg in dieser Zeit ist eine tröge Beamten und Universitätsstadt, kaum Industrie und kaum nennenswerte mittelständische Gewerbebetriebe, dazu noch von den großen Metropolen im Norden mehr als 100 Km getrennt. So nimmt es auch kein Wunder, dass sich Veränderungen kaum bemerkbar machen. Die Menschen neigen eher dem gemütlichen Essen und dem Wein zugetan. Und weil Freiburg schon lange eine Universität hat, lebt es sich extrem teuer. Dies hat Folgen. Das Stadtbild ist eher bescheiden geprägt und wer einen Nerzmantel ausführen möchte, hat hier keine Freunde. Das Naturell der Menschen strömt im Beruf und Alltag auch wenig Offenheit aus, ganz im Gegensatz zu dem Bild, was man Touristen vermitteln will. Das jedenfalls sind meine Eindrücke und als erfolgsverwöhnter Newcomer bedeuten die Folgen auch eine Ernüchterung.
Das Freiburger ZMF (Geschichte) war eines der jährlichen Highlights, auf das man sich freuen konnte.
1990 FREIBURG
Ende 1990 kauften wir in Freiburg unsere erste Eigentumswohnung. Zu einem sündhaften Preis und nicht mal in allerbester Lage. Dies war dem Beruf geschuldet. Freiburg in diesen Zeiten war eine gutbürgerliche, behäbige Stadt, das Umfeld von landschaftlicher Schönheit, die Küche selbstredend gut und man konnte in vielen badischen Gasstätten schlemmen. Und wer von Karlsruhe aus die fast gerade sich hinziehende Autobahn nach Freiburg wählte, sah rechts und links der Autobahn grüne Landschaften und zunehmend den Schwarzwald bis vor die Tore der Stadt. In den 90ern wuchs diese Stadt enorm. Zahlreiche Behörden und die Universität als großer Arbeitgeber zogen die Preise aber leider schon damals hoch. Freiburg hatte über 191.000 Einwohner. Auch waren Kopftuchträger und herumlungernde Jugendliche aus Armutsländern eine echte Ausnahme. Die Kaiser-Joseph-Straße eine gern besuchte Flaniermeile der badischen Metropole, die man auch bei Nacht ohne Probleme durchgehen konnte. Es waren Reize, der uns an diesem Fleckchen Erde ein Gefühl von Zuhause gaben.
1990 Freiburg
01.1990 Freiburg
BZ
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Am 11. Januar 1990 finden zwei Joggerinnen die Leiche von Cornelia Pfau im Wald bei Ebringen südlich von Freiburg
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